Planung und Prüfung von Anlagen
insbesondere für den Wasserbau

      

 

 

Schöpfwerke und Sielanlagen sanieren und automatisieren.

Wenn es um die Sanierung der elektrotechnischen Ausrüstung eines Schöpfwerks oder einer Sielanlage geht, muss zuerst Beschaffenheit und Zustand der vorhandenen Anlage überprüft werden.

Anschließend kann eine Aussage getroffen werden, in wie weit die vorhandenen Komponenten weiter verwendet bzw. überholt oder ausgetauscht werden müssen.

Hier hinein spielt auch die künftig vom Betreiber der Anlage gewünschte Betriebsweise:

Wenn intelligent vollautomatisiert werden soll, müssen Augenmerk und langjährige Erfahrung eines Siel- bzw. Schöpfwerkswärters durch Sensorik, Überwachungsgeräte, Automatisierungsgerät und dessen Bedieninterface für die Eingabe der Betriebsparameter ersetzt werden.

Befindet sich die betreffende Anlage in der Außendeichlinie, sind tidenbedingt noch wesentlich mehr Aspekte zu beachten als bei Anlagen im Binnenland.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sich immer lohnt, den „Normalbetrieb“ einer Anlage zu automatisieren und die hierfür nötigen Geräte bei der Sanierung vorzusehen;

Bei seltenen speziellen Fälle wie z.B. einer Sturmflut, ist hingegen die Anwesenheit des erfahrenen Wärters unverzichtbar, da oftmals die Anlage dann gänzlich anders gefahren werden muss, als es der normale Automatikbetrieb vorsehen würde. Dies auch noch zu automatisieren wäre jedoch unserer Meinung nach unwirtschaftlich und darüber hinaus nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, weil jede Sturmflut sich anders verhalten kann als die vorangegangenen und daher auch anders zu behandeln ist.

Um den heutigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, dürfen automatisch betriebene Anlagen durch Ausfall oder Störung eines Sensors bzw. Defekt des Automatisierungsgerätes keine falschen und unter Umständen schädlichen bzw. lebensgefährlichen Schalthandlungen durchführen.

In diesem Fall wird üblicherweise der Automatikbetrieb unterbrochen und die Anlage in einen möglichst eigensicheren Zustand gebracht. 

Bei Schöpfwerken würden sich die Pumpen abschalten und bei Sielanlagen die Verschlussorgane schließen. Außerdem würde eine Störmeldung an den Betreiber abgesetzt werden.

Störungen, wie der Ausfall des Automatisierungsgerätes, können z.B. bei direkten Blitzeinschlägen, trotz aller getroffenen Blitzschutzvorkehrungen, immer noch passieren.

Da aber auch in diesem Fall weiter entwässert werden muss, ist die Möglichkeit des direkten Handbetriebs durch den Wärter, auch ohne funktionierende Sensorik und Automatisierungsgerät, unverzichtbar.

Weil das Wasser nicht wartet, sollten hier die Schaltanlagen so konstruiert sein, dass bei Störungen wenigstens die Hauptstromkreise von jeder Elektrofachkraft auch ohne „Programmiergerät“ wieder „online“ gebracht werden können.

Schöpfwerke und Sielanlagen, wo dies berücksichtig wurde, erhalten hierdurch innerhalb kürzester Zeit wieder die erforderliche Verfügbarkeit.

 

- Pape Planungs-GmbH -

(Dipl.- Ing.- Angelus Pape)